Ein ganzes Jahrzehnt mit Antonello

Antonello auf dem OMR Festival 2024

Seit zehn Jahren ist Antonello, Spitzname Lello, ein fester Teil der Neckarmedia Family. Als Web-Entwickler & Frontend Spezialist mit einem Blick fürs große Ganze, hat sein Know-how maßgeblich die Bereiche Webdesign und Webdevelopment in unserer Agentur geprägt. In zahlreichen Projekten war und ist Lello eine wichtige Schnittstelle, hat Technologien kommen und gehen sehen sowie das Team durch eine Welt im digitalen Wandel begleitet. Sein Wissensdurst und seine Offenheit für Neues tragen bis heute entscheidend zur Weiterentwicklung unseres gesamten Unternehmens bei.

Wir haben mit ihm über seinen Weg zu Neckarmedia, die Kunst des Programmierens und über seine Gedanken für die Zukunft als Entwickler gesprochen. 

WIE BIST DU ZU NECKARMEDIA GEKOMMEN UND WAS HAT DICH GEHALTEN?

Eigentlich war das kein großer Plan, eher ein Prozess, der sich einfach so ergeben hat. Ich habe damals als Freelancer in Böblingen angefangen, bin dann nach Heilbronn gezogen und habe Anfang 2013 begonnen, Agenturen anzuschreiben. Mit Neckarmedia hat sich das dann ganz natürlich entwickelt. Erst hab ich einfach zugearbeitet, ganz ohne feste Struktur und das hat sich irgendwie trotzdem richtig angefühlt. Kurz vor Corona, 2020, bin ich dann offiziell ein fester Teil des Teams geworden. Parallel mache ich aber weiterhin meine Freelancer-Sachen – das beste aus beiden Welten, sozusagen.

Was mich gehalten hat? Ehrlich gesagt die Menschen. Die Chemie mit Hanz und Kay hat von der ersten Minute gestimmt, und das merkt man ja ziemlich schnell, ob es passt oder nicht. Hier hat es gepasst. Wir sind zusammen gewachsen, haben uns gegenseitig weitergebracht und unser Know-how Schritt für Schritt gemeinsam aufgebaut. Und genau das ist es, was einen wirklich hält – nicht der Vertrag, sondern das Miteinander.

WAS MACHT DIR BEI DER ENTWICKLUNG UNSERER KUNDEN-WEBSITES BESONDERS SPAß?

Ganz klar: die Vielfalt. Kein Projekt ist wie das andere, keine Branche wie die andere und genau das ist es, was mich morgens motiviert. Ich bin vom Typ her einfach neugierig. Wenn jeden Tag dasselbe käme, würde mir das ehrlich gesagt ziemlich schnell langweilig werden.

Aber so? Man taucht ständig in neue Unternehmen ein, versteht wie sie ticken, was sie antreibt, was sie besonders macht. Diesen Einblick hinter die Kulissen, den finde ich bis heute faszinierend.

Dazu kommt, ich bin zum Glück nicht auf eine Rolle festgelegt. Neben der Entwicklung probiere ich mich im Screendesign aus, baue Prototypen, beschäftige mich mit SEO – das hält den Kopf frisch und die Arbeit lebendig. Und das zahlt sich auch im Team aus: Weil ich ein Gefühl für die verschiedenen Disziplinen habe, verstehe ich sofort, worum es geht, egal ob jemand ein Design-Problem hat oder eine technische Herausforderung. Man findet schneller eine gemeinsame Sprache und Lösungen entstehen einfach leichter, wenn man nicht aneinander vorbeiredet. Für mich ist das kein Job, den man nach Schema F abarbeitet. Und das soll auch so bleiben.

WAS GEFÄLLT DIR BEI DEINER ARBEIT AM MEISTEN?

Ehrlich gesagt das Lernen. Ich stehe nie still, es gibt immer etwas Neues: eine Technologie, eine Methode, eine Perspektive. 

Aber es ist eben nicht nur der fachliche Teil, der zählt. Es sind auch die Menschen. Wenn ich Freunden von Neckarmedia erzähle – von den coolen Teamevents, vom Miteinander, von der Atmosphäre – sehe ich oft ungläubige Gesichter. Weil das, was wir hier haben, einfach nicht selbstverständlich ist.

Die Events gehen weit über das übliche Firmen-Pflichtprogramm hinaus. Die Familie gehört oft dazu, nicht nur das Team. Man merkt, dass hier Menschen zusammenarbeiten, die sich auch außerhalb des Büros mögen. Und genau das macht den Unterschied zwischen einem Job, den man macht und einem Ort, an dem man gerne ist.

WAS IST FÜR DICH DIE GRÖßTE KUNST BEIM PROGRAMMIEREN?

Die Antwort überrascht vielleicht. Es ist nicht das Lösen komplexer Probleme. Das übernimmt heute zunehmend die KI und das ist auch gut so. Die eigentliche Kunst liegt woanders.

Es geht darum, für andere zu denken. Snippets sinnvoll benennen, Funktionen klar bezeichnen, Kommentare schreiben, die wirklich weiterhelfen und nicht nur fürs eigene Gewissen da stehen. Code, den nur man selbst versteht, ist eigentlich kein guter Code. Denn Programmieren ist Teamarbeit. Immer.

Die Frage, die ich mir dabei immer stelle: Was passiert, wenn in zwei Jahren jemand anderes diesen Code anfasst? Jemand, der nicht dabei war, keinen Kontext hat, keine Ahnung, warum ich das damals so gelöst habe. Wenn die Person sich ohne großes Rätseln zurechtfindet, dann habe ich meinen Job gut gemacht. Diese Frage im Hinterkopf zu behalten, während man programmiert, ist für mich die eigentliche Disziplin dahinter.

WORAUF LEGST DU BEI EINER WEBSITE BESONDEREN WERT?

Ein Thema liegt mir gerade besonders am Herzen: Barrierefreiheit. Und ich sage das nicht, weil es gerade alle sagen, sondern weil es eine Frage der Haltung ist. Eine Website, die für einen Teil der Menschen einfach nicht nutzbar ist, hat ihren Job nicht erfüllt. So einfach ist das. Da muss die Branche insgesamt noch einen Gang zulegen.

Aber Barrierefreiheit allein reicht nicht. Eine Website muss auch zum Unternehmen passen. Das klingt selbstverständlicher, als es in der Praxis ist. Es ist immer ein Balanceakt zwischen Kreativität und Funktionalität. Klar kann man etwas bauen, das visuell beeindruckt. Aber wenn es am Ende nicht zum Kunden passt, nicht seine Sprache spricht, nicht seine Zielgruppe abholt, dann ist das schöne Design leider für die Tonne.

Der Sweet Spot liegt dazwischen: Eine Website, die gut aussieht, gut funktioniert und sich trotzdem so anfühlt, als wäre sie genau für dieses eine Unternehmen gemacht worden.

GAB ES EIN PROJEKT, DAS DIR BESONDERS IM KOPF GEBLIEBEN IST?

*überlegt* Ehrlich gesagt keines, von dem ich nachts träume. *lacht* Aber es gab Projekte, die mich wirklich gefordert haben und die bleiben auf ihre eigene Art im Gedächtnis. IPR und Weber-Hydraulik zum Beispiel: beide komplex, strukturintensiv, mit vielen Anforderungen. 

Ein klassisches Lieblingsprojekt habe ich eigentlich nicht und irgendwie passt das auch zu mir. Denn was mich antreibt, ist weniger das einzelne Projekt als die Herausforderung dahinter. Die Frage: Wie lösen wir das? Und am Ende: Haben wir es gut gelöst?


IST DIR EIN BESTIMMTES EREIGNIS IN DEN LETZTEN ZEHN JAHREN BESONDERS IN ERINNERUNG GEBLIEBEN?

*lacht* Oh ja. Da gibt es eine Geschichte – aber ich fange mal so an: Es war der letzte Arbeitstag des Jahres, abends war die Weihnachtsfeier geplant, alle freuen sich. Und dann kam die Krise. Ausgerechnet jetzt. Ein Problem, dass wir alle gemeinsam auf der Stelle lösen mussten! Wir standen kurz davor, die Feier abzusagen. Was genau passiert ist? Das bleibt unser Geheimnis. *grinst* Aber es war einer dieser Momente, bei dem man im Nachhinein merkt: Sowas schweißt zusammen. Heute können wir darüber lachen und das ist eigentlich das beste Zeichen. Und natürlich haben wir daraus gelernt. Sonst wäre es ja nur eine schlechte Geschichte. 😉

GIBT ES EINE TECHNISCHE LÖSUNG, AUF DIE DU BESONDERS STOLZ BIST?

Da gibt es einige und bei allen habe ich dasselbe stolze Gefühl: nicht nur, dass sie funktionieren, sondern dass sie wirklich täglich genutzt werden. Das ist für mich der eigentliche Beweis.

Der IPR Konfigurator – der läuft, und die Leute nutzen ihn. 

Der Virtuelle Bildungsmarkt, eine individuelle Lösung, die Jobcenter täglich einsetzen. 

Oder ein mehrsprachiges Support Center für einen großen Lebensmittelhändler, das Lieferanten und Mitarbeiter durch den Verpackungs- und Reklamationsprozess begleitet. Alles von null aufgebaut. Jede Funktion individuell durchdacht, jede Zeile erarbeitet.

Und es zeigt ganz gut, was Neckarmedia ausmacht: Wir bauen nicht nur Websites. Wir entwickeln individuelle Anwendungen und maßgeschneiderte Lösungen und das merkt man spätestens dann, wenn sie Jahre später noch täglich im Einsatz sind.

WAS MACHST DU, WENN DU NICHT GERADE AN WEBSITES TÜFTELST?

*lacht* Erstmal Kollegen stören, die voll konzentriert sind. Das ist natürlich wichtig.

Aber im Ernst: Ich koche gerne, spiele Gitarre, und bei gutem Wetter bin ich am liebsten mit dem Fahrrad unterwegs. Dazu lese ich viel – der Kopf braucht ja auch mal andere Inhalte als Code. 

Am meisten Zeit verbringe ich aber mit meinen zwei Töchtern. Meine ältere Tochter spielt Fußball, da bin ich gerne dabei, bei Turnieren oder beim Training. Meine Jüngere spielt Flöte und ich bringe sie immer gerne zum Unterricht. Das klingt vielleicht unspektakulär, aber genau das ist mein Ausgleich. Und der ist mir wirklich wichtig.

WIE SIEHST DU DIE ZUKUNFT DEINES JOBS?

KI wird vieles verändern, das ist keine Frage. Wie genau, das weiß ehrlich gesagt niemand. Aber ich gehöre nicht zu denen, die das mit Bauchschmerzen beobachten.

Ich vergleiche das gerne mit einem Orchester. Jedes Instrument klingt für sich gut. Aber ohne Dirigenten, ohne jemanden, der den Überblick hat und alles zusammenhält, wird daraus noch keine Musik. KI kann vieles, aber sie braucht jemanden, der weiß, was er von ihr will. Der delegiert, einordnet, und das große Bild nicht aus den Augen verliert. Das ist die menschliche Kompetenz, die bleibt. Und deswegen glaube ich, dass Beratung und Kreativität in Zukunft sogar wichtiger werden. Weil KI kein echtes Know-how hat, keine Erfahrung, keine Intuition. Sie ist ein starkes Werkzeug, aber eben nur das. Sie unterstützt mich. Sie ersetzt mich nicht. *lacht* Oder – noch nicht.

WORAUF FREUST DU DICH IN DEN NÄCHSTEN JAHREN BEI NECKARMEDIA?

Auf die Herausforderungen, auf Projekte, die uns fordern und auf das Wachstum, das dabei entsteht. Nicht nur fachlich, sondern als Team.

Aber ehrlich gesagt freue ich mich am meisten einfach darauf, dass es so bleibt, wie es ist. Ich komme gerne zur Arbeit. Das klingt simpel, aber wenn man hört, wie viele Menschen sich über ihren Job beschweren, und das ist wirklich keine Übertreibung, dann weiß man, was das wert ist.

Wir liefern tolle Projekte und haben dabei auch noch Spaß miteinander. Und dass so ein Team zusammenfindet – Menschen, die fachlich stark sind und gleichzeitig einfach cool drauf – das ist selten. Richtig selten.

Deswegen an dieser Stelle auch ein echtes Dankeschön an alle, die heute Teil des Teams sind und an alle, die es mal waren. Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen, dass Neckarmedia so ist, wie es ist. Und genau das ist der Grund, warum ich mich auf die nächsten Jahre freue.

Lello, herzlichen Glückwunsch zu zehn Jahren Neckarmedia! Danke für deine Neugierde, deinen Humor und dafür, dass du jeden Tag ein bisschen mehr hineinbringst als erwartet. Auf viele weitere Jahre mit genauso viel Spaß und mega coolen Menschen. 🥂

Antonello, Elena, Tamara, Johannes, Philipp und Carolin in Heilbronn mit Sektglas
Litfasssäule mit einem Bild von Antonello "Wordpress Rockstar"
Antonello an der Tischtennisplatte bei der Summer Party
Antonello, Nadine, Monique und Harry auf der art Karlsruhe
Antonello, Harry, Nadine und Monique im Auto
Harry und Antonello beim Ausflug in Essen
Johannes, Nathalie, Harry, Kay und Antonello beim Weindorf in Heilbronn
Antonello im Gegenlicht
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